Next stop George Town (Penang) 1.0
Dienstag, 11.9.18:
Ich bin inzwischen hier, auf der Insel Perhentian Besar, der größeren und ruhigeren Insel der Perhentian Islands, die vor der nördlichen Ostküste Malaysias liegen, und merke, dass die Tage in Penang gefühlt schon eine Ewigkeit her sind. Ich hab in den wenigen Tagen so viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt und so viel unternommen. Dabei bin ich noch keine 2 Wochen unterwegs.... Es fühlt sich irgendwie unwirklich an. Die Zeit fängt an zu verschwimmen und ich überlege immer öfter, welcher Wochentag eigentlich ist?! ;-)
Als ich am Montag vor einer Woche in George Town im Ryokan Mutri Hostel angekommen bin, gerade mein Gepäck ins Zimmer gebracht hatte, bin ich direkt von Shan und ihrer Schwester Dhurgka, meinen Roomies, 2 ganz bezaubernden herzlichen Mädels aus Kuala Lumpur aufgenommen worden. Die beiden haben indische Wurzeln und mich direkt nach Little India entführt um die dort typische Küche zu testen. Ich hab Nasi Lemak probiert, Mee Goreng und indisches Essen mit den Fingern vom Bananenblatt gegessen. Wir haben zusammen etwas Sightseeing in George Town gemacht, sind mit der Fähre nach Butterworth gefahren und direkt wieder zurück (1,20 Ringgit = 0,26 €). Die Fähre war früher die einzige Möglichkeit ans Festland zu kommen, inzwischen gibt es 2 Brücken, die gebaut wurden. Für den Moment der erste grandiose Ausblick... Und es sollen noch viele mehr werden.
Um die Ecke unseres Hostels finden wir am Abend das Legacy SPA und lassen uns massieren. Am nächsten Tag müssen sie wieder abreisen, für die Beiden war es nur ein verlängertes Wochenende raus aus der Stadt. Sie sind mir von der ersten Sekunde ans Herz gewachsen und ich bin sehr dankbar für die wenigen Stunden, die wir zusammen George Town erkundet haben.
Immy, die Vierte in unserem kleinen Zimmer, hab ich am nächsten Tag zufällig getroffen, als ich mit meiner Kamera alleine durch die Stadt geschlendert bin. Sie lebt in London und ist bereits am Ende ihres 3wöchigen Urlaubs. Wir sind zusammen weiter durch die Stadt gelaufen, haben die wunderschöne Street Art bewundert, für die George Town bekannt ist und haben landestypische Gerichte probiert wie Laksa und Cendol. Laksa ist eine süß-saure-würzige Nudelsuppe auf Fischbasis - sehr lecker! Cendol, ein kaltes Dessert mit Kokosmilch, meist neonfarbenen Jelly-Nudeln aus Reismehl und roten Bohnen. Sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus, aber neutralisiert wunderbar die würzige Schärfe von Laksa. :-) Unbedingt probieren!
Tipp: Teddy Wheel Cake in der Lebuh Armenian - Einfach lecker!
Wir haben zusammen einen Ausflug zum Nationalpark Penang gemacht und sind durch den Dschungel zum Turtle Beach gewandert und haben uns danach von einem Boot zum Monkey Beach bringen lassen. 2 Stunden nur laute Naturgeräusche und wir... und eine kleine Schlange, eine Echse und Affen, die durch die Bäume getobt sind. Der Weg war meistens ganz angenehm zu laufen, aber mein Körper war die ersten Minuten auf Alarm. Mein Herz hat gepocht, ich war schweißgebadet. An das Klima muss ich mich wohl noch etwas gewöhnen. Aber nach 15 Minuten war alles halb so wild, mein Körper hat sich beruhigt und wir konnten entspannt den Trail weiterlaufen. OK, mein Pulsschlag hat sich beruhigt, und mein kleines Reise-Handtuch, das ich dabei hatte, hab ich zum Schweißtuch umfunktioniert. ;-)
Angekommen am Turtle Beach.... einfach WOW! Eine lange wunderschöne Bucht, menschenleer und auch sonst ist dort nichts, außer einem Bootsanleger, einer Schildkrötenbrutstation und einem sogenannten meromictischen See - einem See mit verschiedenen Schichten, die sich nicht vermischen. Der Blick auf die Bucht ähnelt ein wenig den Bildern, die man von den Seychellen kennt. Einfach wunderschön, und bis auf 2 Pärchen sind wir dort alleine.
Ein Boot bringt uns von dort zum Monkey Beach. Eine ebenso kleine Bucht, aber mit kleinen Hütten, z.B. Lazy Boys Café - die Atmosphäre ist ganz wie der Name sagt. In Hängematten chillen, ganz easy, ein bisschen Reaggae Musik im Hintergrund, hier und da liegt Müll rum oder Kokosnüsse, die von den Palmen gefallen sind und ein paar Affen, die immer da sind, wo es was zu essen bzw. zu klauen gibt. Ich bin hin und weg und sauge auf, genieße, ohne Worte. Ich bin verliebt in dieses kleine Fleckchen Erde. Mein erster Gedanke... kann man hier auch übernachten? Ja, in Zelten... Hm.... Ob ich irgendwann in den nächsten Monaten auf die Idee komme zu zelten, um an so einem Ort morgens aufzuwachen?! "Ja, nein - Jein.... ?!?!" Etwas entspannter ist sicherlich, sich einfach direkt mit einem Boot hierher bringen zu lassen und einen Tag hier zu genießen, wir sind aber ganz stolz auf uns und schauen glücklich und geschafft auf's Meer. Und da ist er wieder, dieser Moment, keiner spricht. Kurz schlucken und ein "This is sooooo amazing" hauchen und wir wissen beide, dass es dem anderen genauso geht. Ein weiterer unvergesslicher Moment!
Nach einem Besuch im Tropical Spice Garden geht's weiter nach Batu Ferringhi. Hier findet man so einige Hotels, einen Nachtmarkt, ein großes Wassersport-Angebot, u.v.m. Ziemlich touristisch eben. Aber ein atemberaubend schönes Farbenspiel zwischen und hinter den kleinen Wolken, rot-orange, dann immer mehr lila-pink... Minute für Minute wechselt das Bild. Wieder sitzen wir da, ohne Worte, überwältigt von dem Schauspiel, und, da ist er wieder, der Kloß im Hals. Ich versuche immer noch zu begreifen, zu verstehen, anzunehmen und explodiere innerlich vor Glück & Freude & Dankbarkeit. Immy lässt die letzten 3 Wochen still Revue passieren. Beide sitzen wir da, staunen und haben eine kleine Glücksträne in den Augen. Ein weiterer emotionaler Moment!
Da die Sonne hier schon gegen 19 Uhr untergeht, haben wir noch genug Zeit für eine kurze Dusche und ein leckeres Abendessen im Red Garden Paradies. Etwas weniger romantisch, eher laut, bunt, ziemlich asiatisch bei Großmarkt-Atmosphäre in rot-gold gehaucht, aber richtig lecker. Um die Plastiktische und -stühle viele Essenstände mit malayischen, chinesischen und indischen Spezialitäten.
Fortsetzung folgt...
Und während ich hier auf dem Balkon sitze, im Schatten und schreibe, hangeln sich hinter der Hotelanlage Affen durch die Bäume und springen von Ast zu Ast. Danke für diese vielen besonderen Momente!
Als ich am Montag vor einer Woche in George Town im Ryokan Mutri Hostel angekommen bin, gerade mein Gepäck ins Zimmer gebracht hatte, bin ich direkt von Shan und ihrer Schwester Dhurgka, meinen Roomies, 2 ganz bezaubernden herzlichen Mädels aus Kuala Lumpur aufgenommen worden. Die beiden haben indische Wurzeln und mich direkt nach Little India entführt um die dort typische Küche zu testen. Ich hab Nasi Lemak probiert, Mee Goreng und indisches Essen mit den Fingern vom Bananenblatt gegessen. Wir haben zusammen etwas Sightseeing in George Town gemacht, sind mit der Fähre nach Butterworth gefahren und direkt wieder zurück (1,20 Ringgit = 0,26 €). Die Fähre war früher die einzige Möglichkeit ans Festland zu kommen, inzwischen gibt es 2 Brücken, die gebaut wurden. Für den Moment der erste grandiose Ausblick... Und es sollen noch viele mehr werden.
Um die Ecke unseres Hostels finden wir am Abend das Legacy SPA und lassen uns massieren. Am nächsten Tag müssen sie wieder abreisen, für die Beiden war es nur ein verlängertes Wochenende raus aus der Stadt. Sie sind mir von der ersten Sekunde ans Herz gewachsen und ich bin sehr dankbar für die wenigen Stunden, die wir zusammen George Town erkundet haben.
Immy, die Vierte in unserem kleinen Zimmer, hab ich am nächsten Tag zufällig getroffen, als ich mit meiner Kamera alleine durch die Stadt geschlendert bin. Sie lebt in London und ist bereits am Ende ihres 3wöchigen Urlaubs. Wir sind zusammen weiter durch die Stadt gelaufen, haben die wunderschöne Street Art bewundert, für die George Town bekannt ist und haben landestypische Gerichte probiert wie Laksa und Cendol. Laksa ist eine süß-saure-würzige Nudelsuppe auf Fischbasis - sehr lecker! Cendol, ein kaltes Dessert mit Kokosmilch, meist neonfarbenen Jelly-Nudeln aus Reismehl und roten Bohnen. Sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus, aber neutralisiert wunderbar die würzige Schärfe von Laksa. :-) Unbedingt probieren!
Tipp: Teddy Wheel Cake in der Lebuh Armenian - Einfach lecker!
Wir haben zusammen einen Ausflug zum Nationalpark Penang gemacht und sind durch den Dschungel zum Turtle Beach gewandert und haben uns danach von einem Boot zum Monkey Beach bringen lassen. 2 Stunden nur laute Naturgeräusche und wir... und eine kleine Schlange, eine Echse und Affen, die durch die Bäume getobt sind. Der Weg war meistens ganz angenehm zu laufen, aber mein Körper war die ersten Minuten auf Alarm. Mein Herz hat gepocht, ich war schweißgebadet. An das Klima muss ich mich wohl noch etwas gewöhnen. Aber nach 15 Minuten war alles halb so wild, mein Körper hat sich beruhigt und wir konnten entspannt den Trail weiterlaufen. OK, mein Pulsschlag hat sich beruhigt, und mein kleines Reise-Handtuch, das ich dabei hatte, hab ich zum Schweißtuch umfunktioniert. ;-)
Angekommen am Turtle Beach.... einfach WOW! Eine lange wunderschöne Bucht, menschenleer und auch sonst ist dort nichts, außer einem Bootsanleger, einer Schildkrötenbrutstation und einem sogenannten meromictischen See - einem See mit verschiedenen Schichten, die sich nicht vermischen. Der Blick auf die Bucht ähnelt ein wenig den Bildern, die man von den Seychellen kennt. Einfach wunderschön, und bis auf 2 Pärchen sind wir dort alleine.
Ein Boot bringt uns von dort zum Monkey Beach. Eine ebenso kleine Bucht, aber mit kleinen Hütten, z.B. Lazy Boys Café - die Atmosphäre ist ganz wie der Name sagt. In Hängematten chillen, ganz easy, ein bisschen Reaggae Musik im Hintergrund, hier und da liegt Müll rum oder Kokosnüsse, die von den Palmen gefallen sind und ein paar Affen, die immer da sind, wo es was zu essen bzw. zu klauen gibt. Ich bin hin und weg und sauge auf, genieße, ohne Worte. Ich bin verliebt in dieses kleine Fleckchen Erde. Mein erster Gedanke... kann man hier auch übernachten? Ja, in Zelten... Hm.... Ob ich irgendwann in den nächsten Monaten auf die Idee komme zu zelten, um an so einem Ort morgens aufzuwachen?! "Ja, nein - Jein.... ?!?!" Etwas entspannter ist sicherlich, sich einfach direkt mit einem Boot hierher bringen zu lassen und einen Tag hier zu genießen, wir sind aber ganz stolz auf uns und schauen glücklich und geschafft auf's Meer. Und da ist er wieder, dieser Moment, keiner spricht. Kurz schlucken und ein "This is sooooo amazing" hauchen und wir wissen beide, dass es dem anderen genauso geht. Ein weiterer unvergesslicher Moment!
Nach einem Besuch im Tropical Spice Garden geht's weiter nach Batu Ferringhi. Hier findet man so einige Hotels, einen Nachtmarkt, ein großes Wassersport-Angebot, u.v.m. Ziemlich touristisch eben. Aber ein atemberaubend schönes Farbenspiel zwischen und hinter den kleinen Wolken, rot-orange, dann immer mehr lila-pink... Minute für Minute wechselt das Bild. Wieder sitzen wir da, ohne Worte, überwältigt von dem Schauspiel, und, da ist er wieder, der Kloß im Hals. Ich versuche immer noch zu begreifen, zu verstehen, anzunehmen und explodiere innerlich vor Glück & Freude & Dankbarkeit. Immy lässt die letzten 3 Wochen still Revue passieren. Beide sitzen wir da, staunen und haben eine kleine Glücksträne in den Augen. Ein weiterer emotionaler Moment!
Da die Sonne hier schon gegen 19 Uhr untergeht, haben wir noch genug Zeit für eine kurze Dusche und ein leckeres Abendessen im Red Garden Paradies. Etwas weniger romantisch, eher laut, bunt, ziemlich asiatisch bei Großmarkt-Atmosphäre in rot-gold gehaucht, aber richtig lecker. Um die Plastiktische und -stühle viele Essenstände mit malayischen, chinesischen und indischen Spezialitäten.
Fortsetzung folgt...
Und während ich hier auf dem Balkon sitze, im Schatten und schreibe, hangeln sich hinter der Hotelanlage Affen durch die Bäume und springen von Ast zu Ast. Danke für diese vielen besonderen Momente!








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